„Was soll ich tun?“
Was?
„Was soll ich tun?“, lautet die Grundfrage der Ethik, die auch Schülern alltäglich in ihrem Leben begegnet:
• Soll ich immer die Wahrheit sagen, auch wenn ich dadurch meinen besten Freund verletze oder ihm schaden würde?
• Darf ich den gefundenen Geldbeutel behalten oder soll ich ihn zurückgeben?
• Wie streite ich „richtig“, ohne zu verletzen?
• Habe ich Verantwortung für andere Menschen? Wenn ja, welche und wofür?
Es ist nicht immer ganz einfach zu entscheiden, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll. Als Teilgebiet der Philosophie befasst sich Ethik gerade mit dieser Frage nach dem „rechten“ menschlichen Handeln.
Dabei setzen sich die Schüler mit moralischen Konflikten, Werten, Verantwortung, Gerechtigkeit und dem Zusammenleben von Menschen auseinander. Es geht um das Entdecken von Maßstäben für gutes und gerechtes Verhalten sowie um Lösungsstrategien für Probleme und Konflikte, die sich zwischen Menschen ergeben.
Entscheidend sind dabei nicht nur die Taten des Menschen, sondern auch seine Absichten sowie die Folgen seines Verhaltens.
Wie?
Im Ethikunterricht werden alltägliche und gesellschaftliche Fragestellungen diskutiert und reflektiert.
Die Schüler lernen, unterschiedliche Standpunkte zu verstehen, Handlungen und ihre Folgen zu beurteilen sowie eigene begründete Positionen zu entwickeln.
Ein besonderer Praxisbezug entsteht durch das einwöchige Sozialpraktikum in der 9. Klasse, das gemeinsam mit den Religionsgruppen organisiert wird. Das Sozialpraktikum sensibilisiert die Heranwachsenden für gesellschaftliche Probleme, wobei sie lernen, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.
Wann?
Ethik wird am Ebelu ab der 5. Klasse angeboten.
Es dient als Alternative für Schüler, die nicht am katholischen oder evangelischen Religionsunterricht teilnehmen.
Ein Wechsel zwischen Religion und Ethik ist jeweils zu Beginn eines Schuljahres oder zum Schulhalbjahr möglich.
Wo?
Das Fach wird in modern ausgestatteten Räumen unterrichtet.
Zusätzlich findet in der 9. Klasse ein Sozialpraktikum in sozialen Einrichtungen statt, bei dem die Schüler praktische Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln.